Versicherung

Krankenversicherung

Krankenversicherung in Deutschland 2026

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht. Jeder, der in Deutschland lebt, muss über einen gültigen Krankenversicherungsschutz verfügen.

Es gibt zwei Hauptarten:

  • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
  • Private Krankenversicherung (PKV)

Ausländische Krankenversicherung – Ist sie in Deutschland gültig?

Die Regelungen hängen von deiner Staatsangehörigkeit und deiner Situation ab.

  • EU-Bürger: Bei Kurzaufenthalten kannst du in der Regel die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen. Wenn du dauerhaft nach Deutschland ziehst, können je nach deiner beruflichen und persönlichen Situation andere Regeln gelten.
  • Nicht-EU-Bürger: Für die Erteilung eines Visums und einer Aufenthaltsgenehmigung ist in der Regel der Nachweis einer gültigen Krankenversicherung erforderlich.
  • Studierende: Für internationale Studierende gelten je nach Nationalität, Alter und Beschäftigungsstatus besondere Regelungen.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die meisten Menschen in Deutschland sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

Bei Arbeitnehmern werden die Versicherungsbeiträge in der Regel zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt.

Wer ist automatisch in der GKV versichert?

Arbeitnehmer, deren Jahreseinkommen unter der Einkommensgrenze liegt, müssen in der Regel gesetzlich krankenversichert sein.

Für 2026:

  • Jahreseinkommensgrenze: 77.400 €
  • Monatlicher Gegenwert: 6.450 €

Arbeitnehmer, deren Einkommen über dieser Schwelle liegt, können in der Regel – vorbehaltlich der geltenden Vorschriften – zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.

Beitragsgrenze

Die Krankenkassenbeiträge werden auf der Grundlage des Einkommens bis zu einer maximalen Beitragsbemessungsgrenze berechnet.

Für 2026:

  • Obergrenze für den jährlichen Beitragsbemessungsbetrag: 69.750 €
  • Monatlicher Gegenwert: 5.812,50 €

Einkommen, die über diesem Betrag liegen, unterliegen keinen zusätzlichen gesetzlichen Krankenkassenbeiträgen.

Was deckt die GKV ab?

Die gesetzliche Krankenversicherung deckt in der Regel Leistungen wie folgende ab:

  • Arztbesuche
  • Krankenhausbehandlung
  • Grundlegende zahnärztliche Versorgung“
  • Verschreibungspflichtige Medikamente
  • Rehabilitation
  • Präventivmedizin

Sie funktioniert auch im Zusammenspiel mit anderen Elementen des deutschen Sozialversicherungssystems, darunter:

  • Pflegeversicherung (Pflegeversicherung)
  • Krankengeld (Krankengeld)
  • Kinderkrankengeld
  • Mutterschaftsgeld (Mutterschaftsgeld)

In Deutschland gibt es zahlreiche gesetzliche Krankenkassen (Krankenkassen). Einige sind bundesweit tätig, andere regional.

Private Krankenversicherung (PKV)

Die private Krankenversicherung ist für bestimmte Personengruppen eine Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Wer kann sich für die PKV entscheiden?

Je nach Situation können folgende Personen eine private Versicherung abschließen:

  • Selbstständige und Freiberufler
  • Arbeitnehmer, deren Jahreseinkommen über der Einkommensgrenze liegt
  • Beamte

Vor- und Nachteile

Eine private Krankenversicherung kann je nach gewähltem Tarif zusätzliche Leistungen bieten, zum Beispiel:

  • Umfassenderer Zahnschutz
  • Alternative Behandlungsmethoden
  • Einzel- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • Behandlung durch erfahrene Ärzte
  • Möglicherweise kürzere Wartezeiten bei einigen Fachärzten

Allerdings hat die private Krankenversicherung auch erhebliche Nachteile:

  • Die Beiträge richten sich in der Regel nach Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und dem gewählten Versicherungsschutz und nicht einfach nur nach dem Einkommen.
  • Die Beiträge können mit der Zeit steigen.
  • Die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kann in bestimmten Situationen schwierig sein, besonders im höheren Alter.

Bevor du dich für eine private Krankenversicherung (PKV) entscheidest, solltest du die langfristigen Kosten und den Versicherungsschutz sorgfältig vergleichen.

Krankenversicherung für Studierende

Studierende in Deutschland müssen einen Nachweis über ihre Krankenversicherung vorlegen, bevor sie sich an einer Universität einschreiben können.

EU-Studierende

Studierende aus der EU können unter Umständen ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn du eine Arbeit aufnimmst oder sich deine persönlichen Lebensumstände ändern, gelten möglicherweise andere Versicherungsregeln.

Studierende aus Nicht-EU-Ländern“

Internationale Studierende aus Ländern außerhalb der EU benötigen in der Regel eine gültige Krankenversicherung, die die Anforderungen für das Studium und den Aufenthalt in Deutschland erfüllt.

Studierende unter 30 Jahren können in der Regel ermäßigte Studententarife in der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Ab dem 30. Lebensjahr können andere Regeln und Versicherungsmöglichkeiten gelten.

Die Wahl eines Krankenversicherungsanbieters

Beachte beim Vergleich von Krankenversicherungsangeboten Folgendes:

  • Monatliche Beiträge
  • Versicherungsschutz und Leistungen“
  • Kundenservice auf Englisch
  • Digitale Dienste und Apps
  • Zusätzliche Leistungen
  • Anspruchsberechtigung je nach Beschäftigungs- oder Studentenstatus

Einige Anbieter bieten spezielle Leistungen für internationale Studierende und Expats an.

Was Neuankömmlinge tun sollten

Bevor du nach Deutschland ziehst, solltest du prüfen, welche Art von Versicherung für deine Situation gilt.

Möglicherweise benötigst du einen Nachweis über deine Krankenversicherung für:

  • Ein Visumantrag
  • Eine Aufenthaltsgenehmigung
  • Immatrikulation an der Universität
  • Berufseinstieg

Wenn möglich, kümmere dich frühzeitig um deine Krankenversicherung, damit du die notwendigen Unterlagen hast, wenn du andere administrative Schritte erledigst.

Zusammenfassung

  • Krankenversicherung ist Pflicht: Jeder, der in Deutschland lebt, braucht eine gültige Krankenversicherung.
  • EU-Bürger: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bietet Versicherungsschutz für berechtigte vorübergehende Aufenthalte, bei einem dauerhaften Umzug sind jedoch möglicherweise andere Vorkehrungen erforderlich.
  • Nicht-EU-Bürger: Für Visum- und Aufenthaltsverfahren ist in der Regel eine gültige Krankenversicherung erforderlich.
  • Arbeitnehmer: Wer weniger als die Einkommensgrenze von 77.400 € für das Jahr 2026 verdient, unterliegt in der Regel der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Besserverdienende Arbeitnehmer: Wer über der Einkommensgrenze liegt, kann in der Regel zwischen GKV und PKV wählen.
  • Selbstständige: Können in der Regel je nach ihren Umständen zwischen gesetzlicher und privater Versicherung wählen.
  • Studierende: Für die Immatrikulation an der Universität musst du einen Nachweis über eine Krankenversicherung vorlegen.

Tipp für Neuankömmlinge: Informiere dich so früh wie möglich über deine Versicherungsanforderungen, am besten noch vor deinem Umzug nach Deutschland oder vor Beginn deines Studiums bzw. deiner Beschäftigung.

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